Bürgermeisterkandidatin Katja Gehrmann und die CDU möchten die Wälder in Friedrichsdorf mit den vier Ortsteilen stärken und dem Klimawandel aktiv entgegenwirken. In Zusammenarbeit mit den privaten Waldbesitzern, dem Landesforstbetrieb Hessen-Forst und anderen Akteuren soll ein zukunftsorientiertes, an die kommenden Klimaverhältnisse angepasstes Aufforstungsprogramm aufgelegt werden.

Damit werden mehrere Ziele realisiert: Die Wiederaufforstung nach der extremen Trockenheit mit anschließendem massiven Borkenkäferbefall (300 ha Fichtenbestände sind dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen!) und die deutliche Vergrößerung der Waldfläche in Friedrichsdorf insgesamt.

Zudem soll das Aufforstungsprogramm auch ein Bildungsprogramm für Schulen und Kindergärten in Friedrichsdorf vor Ort beinhalten.
„Unser Wald als natürlicher Lebensraum prägt maßgeblich das Landschaftsbild von Friedrichsdorf und erfüllt außerdem wichtige Schutz- und Nutzfunktionen“, führt die CDU-Bürgermeisterkandidatin Katja Gehrmann aus. Gerade die vergangenen trockenen Jahre und die Folgen des Borkenkäferbefalls haben unserem Wald stark zugesetzt und sichtbare Schäden hinterlassen. Ca. ein Drittel des Friedrichsdorfer Waldes musste bereits abgeholzt werden.

„Wir möchten mit einem Aufforstungsprogramm alle relevanten Akteure an einen Tisch bringen, um unseren Wald mit standortverträglichen Bäumen aufzuforsten“, charakterisiert Gehrmann ihr Programm. „Zunächst müssen die restlichen vom Borkenkäfer befallenen Fichten eingeschlagen werden.

Solange der jetzt auf den Kalamitätsflächen deutlich vermehrt vorkommende braune Rüsselkäfer im Boden lebt und die Baumwurzeln schädigt, sollten großflächige Aufforstungen ausbleiben. Danach wird sich zeigen, welche Baumarten durch Naturverjüngung auf den Kalamitätsflächen hochkommen. Kleinstandörtlich können dann standortgerechte Baumarten wie Eiche, Buche oder Douglasie dazwischen gepflanzt werden. Hierfür werden wir einige Jahre Geduld brauchen, bis Maßnahmen auch im Waldbild ihre Wirkung entfalten können“, beschreibt Katja Gehrmann das geplante Vorgehen.
Gleichzeitig möchten wir den Kindern und Jugendlichen einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Wald näherbringen. Schulklassen könnten in Testgattern experimentelle Baumarten wie z.B. Atlaszedern oder andere Bäume pflanzen und dabei viel Wissenswertes über den Wald als Lebensraum, Ökosystem, CO2 - und Wasserspeicher, Erosionsschutz und Klimaregulator erfahren. Gespräche mit Schulen und Kindergärten sind geplant.
Gleich nach der Bürgermeisterwahl könnte ein solches „Kulturflächenkonzept“ auf den Weg gebracht und aus Haushaltsmitteln sowie auch über die zur Verfügung stehenden Fördergelder von Bund und Land finanziert werden.

„Ein gesunder Friedrichsdorfer Wald mit all seinen lebenswichtigen Funktionen trägt in hohem Maße zu unserer Lebensqualität bei und bleibt für uns Friedrichsdorfer ein einmaliges Naherholungsgebiet“, so das Credo der CDU-Bürgermeisterkandidatin.

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